2015
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Christian Dinnus von Open.Data NRW

Christian Dinnus von Open.Data NRW
Quelle: Landeszentrale für politische Bildung NRW

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Open-Data-Portal „Open.NRW“ startet

Die rot-grüne Landesregierung will damit ihr hehres Versprechen nach mehr Bürgerbeteiligung und Transparenz einlösen. Genau 456 Datensätze sind bei der Eröffnung des Portals im März 2015 online verfügbar: Wahlergebnisse, eine Auflistung der kommunalen Schulden, die am häufigsten gebrauchten weiblichen Vornamen.

Ein wichtiger Teil des Portals ist vorerst jedoch die amtliche Statistik von NRW. Die hier zur Verfügung gestellten Daten sind nicht nur für jedermann frei verfügbar, sondern sie dürfen auch kommerziell genutzt werden, so will es die Lizenzbestimmung – die "Datenlizenz Deutschland“.

Bereits im Mai 2014 hatte das NRW-Kabinett unter Ministerpräsidentin Hannelore Kraft eine Open.NRW-Strategie verabschiedet. Im Innenministerium des Landes wird darauf sogar eine eigene Geschäftsstelle eingerichtet. Sie soll die NRW-Ministerien bei der Entwicklung eines gemeinsamen Verständnisses für Open.NRW unterstützen.

Ein harter Brocken, so Christian Dinnus von Open.NRW: "Open Data ist nämlich kein Selbstläufer. Wir haben da, wie man so schön sagt, einen sehr großen kulturellen Wandel in der Verwaltung vor uns. Langfristig gesehen habe ich jedoch die Hoffnung, dass wir Open Data aus dieser Nerd-und Nischen-Ecke rausbringen. Im Moment ist es noch ein sehr technisches Thema.“

Eine wichtige Unterstützung kommt von engagierten Kreativen und digitalen Vordenkern aus der „Open Knowledge"-Bewegung, die sich in "OK Labs" zusammenfinden und gemeinsam "Code for Germany" produzieren. Diese Bewegung will Daten zum Wohl aller Menschen nutzen, öffentliche Daten wie zum Beispiel Nahverkehrspläne einfacher zugänglich machen. Oder Daten, die verraten: wo ist die nächste Kita, der nächste Altglascontainer!?

Die Zahl der OK Labs wächst. Aktuell finden sie sich etwa in Köln, Bonn und Wuppertal – alles Städte, die eigene Open Data-Portale pflegen.

Ulrike Filgers

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