2008
< Jahr zurück  |  Jahr vor >
Moschee in Duisburg-Marxloh

Moschee in Duisburg-Marxloh
Quelle: Ulrike Scharfenberger

Klicken für Großansicht


Themen

Gesellschaft

Die Moschee von Marxloh

Sie ist die größte Moschee Deutschlands und Beweis, dass verschiedene Kulturen und Religionen in NRW nebeneinander existieren können.

Sie wird am 26. Oktober 2008 eingeweiht und hat Platz für 1.200 Gläubige sowie ein Minarett von 34 Meter Höhe, das den im osmanischen Stil gehaltenen Kuppelbau ziert.

Trotz dieser Dimensionen gab es in Marxloh, einem Stadtteil von Duisburg, keinen Streit um den Bau der Moschee - manche Journalisten schreiben schon vom "Wunder von Marxloh".

Anwohner und Kirchen wurden früh in einen Beirat integriert, auf den traditionellen Ruf des Muezzins zum Gebet verzichtet die muslimische Gemeinde. Viele ältere Anwohner, ob muslimisch, christlich oder ohne Religion, verbindet zudem die Arbeit unter Tage.

Fast ein Drittel der 18.000 Einwohner des Stadtteils hat einen türkischen Hintergrund, die Moschee dient daher auch nicht nur als Gebetshaus: In der angeschlossenen Bildungs- und Begegnungsstätte treffen sich Muslime und Angehörige anderer Religionen.

Das Land NRW und die EU fördern den Bau dieser Begegnungsstätte mit 3,2 Millionen Euro. Den Rest der Gesamtkosten von etwa 7,5 Millionen Euro decken private Spenden und Kredite.

Dirk Bitzer

Artikel merken