2007
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Schäden nach dem Sturm Kyrill

Schäden nach dem Sturm Kyrill
Quelle: Philipp Sanke

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Themen

Umwelt & Ernährung

Kyrill stürmt

Mit über 200 km/h fegt er über das Land: Meteorologen sprechen vom bislang schlimmsten Sturm des neuen Jahrtausends.

Das Ergebnis des Orkans, der am 18. Januar 2007 über weite Teile Europa braust, ist nach dem Abflauen am Morgen des nächsten Tages deutlich zählbar: 500 Hektar Wald zerstört Kyrill allein in NRW.

500 Hektar: das sind 13 Millionen Festmeter Holz, die zerstört wurden. Zehnmal so viel, wie sonst im Jahr verkauft wird, und das in einer einzigen Nacht!

Besonders betroffen in NRW ist das Sauerland. Die Waldbauern hier, die vom Holzanbau und -verkauf leben, können in den nächsten Jahren kaum mit Gewinnen rechnen. Auch wenn es ihnen jetzt noch gelingt, die umgewehten und zum Teil zersplitterten Bäume zu verkaufen und neue Bäume zu pflanzen: Fichten bringen erst ab einem Alter von 80 Jahren einen guten Preis, Buchen und Eichen sogar erst ab 120 oder sogar 160 Jahren.

"Kyrill" zeigt außerdem, dass Naturkatastrophen nicht nur die unmittelbar Betroffenen schädigen: Wenige Wochen später haben bereits viele Touristen, die im Sauerland Urlaub machen wollten, ihre Buchung storniert. Niemand hat Lust, kilometerweit durch umgestürzte tote Bäume zu wandern.

Dirk Bitzer

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