2006
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Marcel Reich-Ranicki

Marcel Reich-Ranicki
Quelle: Landespresse und -informationsamt

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Staatspreis NRW

Marcel Reich-Ranicki: Ausgezeichnete Kritiken

Einmalig in der deutschen Literaturkritik: erstmals erhält ein Kritiker einen Staatspreis für sein Werk!

Marcel Reich-Ranicki gilt deutschlandweit als die Nr. 1 der Literaturkritiker. Diesen Ruf hat er sich über Jahrzehnte erarbeitet.

Den Staatspreis NRW des Jahres 2005 erhält Reich-Ranicki im Januar 2006. Ministerpräsident Rüttgers bilanziert in der Laudatio: "Nur wer wirklich verreissen kann, kann auch wirklich loben."

Das passt zum Anlass der Preisverleihung: Reich-Ranickis Buch "Der Fall Heine" - auch der Dichter der "Lorelei" war wegen seiner bissigen Kommentare gefürchtet.

Marcel Reich-Ranicki kommt erst 1958 von Polen nach Deutschland. Von den Nazis deportiert, floh er 1943 aus dem Warschauer Ghetto und überlebte. Schon seine ersten Literaturkritiken werden wegen der Schärfe seines Urteils viel beachtet. Und das, obwohl sich in Deutschland noch immer mancher fragt, ob ein Jude tatsächlich über deutsche Literatur urteilen darf.

Reich-Ranicki geht jedenfalls seinen Weg - mit dem ihm eigenen, oft provozierenden Stil. Ende der Achtziger Jahre wird er sogar berühmter als viele Autoren, deren Werke er rezensiert.

Als "Literarisches Quartett" verhelfen er und drei Mitstreitern dem ZDF zu ungeahnten Einschaltquoten.

Dirk Bitzer

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