2002
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Das neue Geld: Euros

Das neue Geld: Euros
Quelle: Landeszentrale für politische Bildung NRW

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Wirtschaft

Die D-Mark verschwindet!

1. Januar 2002: Zwölf europäische Länder tauschen ihre nationalen Währungen gegen den Euro.

Zum Eingewöhnen gibt es 14 Tage vorher "Starterkits": 10,23 Euro für DM 20,-.

Die Menschenschlangen an den Schaltern der Banken in Köln sind beachtlich, die Übergabeinszenierung eher banal: Eine handvoll Münzen, wie Erdnüsse in durchsichtigen Plastikbeutelchen eingeschweißt, werden da über die Theke gereicht. Ohne Magie und ohne Hysterie, kein Gold in samtenen Säcken von ewigem Wert: Das neue Geld ist sehr sachlich. Es passt in eine globalisierte und computerisierte Welt.

Der Mythos von der harten D-Mark ist spätestens seit den bulletKrisen in den siebziger Jahren angekratzt.

Der bulletD-Mark-Traum ist ein Kind der fünfziger Jahre, als Zementmischmaschinen für den Aufbau dieser Republik rattern, bulletDamenstrümpfe aus feinstem Perlongarn den Markt beherrschen und Jets Propellermaschinen ablösen. Da gehören Geld, Schweiß und Traum in eine Gleichung.

Im dritten Jahrtausend sind einige bulletMenschheitsträume bereits realisiert. "Den jahrhundertealten Traum von einem gemeinsamen Europa soll der Euro erfüllen helfen", sagt Kanzler Schröder und verabschiedet sich von der Mark mit einem "Hallo zum Euro!".

Ulrike Filgers

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