1997
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Quelle: dpa

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Wirtschaft

Feindliche Übernahme!

Der Schwächere frisst den Stärkeren, nicht umgekehrt: Ungewöhnliches geschieht in der Wirtschaft, als der fusionierte Konzern Krupp-Hoesch am 18.3.1997 ankündigt, sich weiter zu vergrößern und den Konkurrenten Thyssen gegen dessen Willen aufzukaufen: Feindliche Übernahme!

Wildwestmanieren, heißt es bei Thyssen: Die Übernahme wäre wirtschaftlich nur sinnvoll, wenn Zehntausende von Arbeitsplätzen abgebaut würden.

Bereits 1996 hat sich bei beiden Unternehmen der Stahl-Gewinn etwa halbiert: bei bulletKrupp auf 208 Millionen, Thyssen liegt bei 350 Millionen. Für jede Aktie des stärkeren Konkurrenten bietet Krupp 435 Mark, ein Viertel über der Börsennotierung!

In Bereichen, in denen beide Unternehmen tätig sind, will Krupp seine Marktmacht vergrößern, etwa im Flachstahl und in der Automobil-Zuliefererbranche. Mit den anderen Thyssen-Bereichen deckt der Konzern eine breitere Produktpalette ab, ist stärker am Markt vertreten.

Das Vorhaben scheitert zunächst, wird dann aber 1999 Realität. Krupp ist einen Konkurrenten im hart umkämpften bulletStahlmarkt los.

Dirk Bitzer

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