1986
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Tschernobyl: Der explodierte Reaktor

Tschernobyl: Der explodierte Reaktor
Quelle: dpa

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Themen

Umwelt & Ernährung

Der atomare Super-Gau

26. April 1986, 01 Uhr 23, 44 Sekunden: Explosion, Flammeninferno. In bulletTschernobyl herrscht für Jahrhunderte der schleichende Tod, die atomare Verstrahlung lässt die 3000 Kilometer Entfernung zum Steinwurf schwinden.

Eine atomare Wolke treibt über Europa und erreicht auch NRW. Geigerzähler im Supermarkt: Lebensmittel, die im Freien wachsen, prüfen verunsicherte Käufer auf ihre Verstrahlung. Die Menschen wissen nicht mehr, was sie essen dürfen, ob sie sich im Freien aufhalten können.

Die Informationen der Politiker sind widersprüchlich: Die Strahlenbelastung sei nicht gefährlich, gleichzeitig wird empfohlen, Kinder nicht in Sandkästen zu schicken und nach dem Spiel draußen gründlich abzuschrubben, auf bestimmte Lebensmittel zu verzichten: Milch von Weidekühen, und wegen ihrer großen Blätter Salat und Spinat.

Die bulletBauern bleiben auf ihren Lebensmitteln sitzen, Pilze werden noch jahrelang nur zurückhaltend gegessen. Erst nach Monaten legt sich die Skepsis der Bevölkerung.

Eine Reaktion auf die Katastrophe: Die Einrichtung eines Ministerium für Umwelt und Reaktorsicherheit, doch mit Tschernobyl hat ein Teil der Bevölkerung das Vertrauen in die Atomenergie verloren.

Dirk Bitzer

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