1983
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Hochwasser in Köln

Hochwasser in Köln
Quelle: dpa

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Themen

Umwelt & Ernährung

Dat Wasser vun Kölle

Wenn's bei 4,8% vergoren ist, ist das nasse Element den Kölner ja nicht unlieb. Aber die bulletdreckige Brühe, die am 30.5.1983 durch die Straßen schwappt, lässt man besser nicht mal an die Füße: 9,96 Meter Hochwasser, die höchste Flut seit 50 Jahren.

Immer wieder schwillt der Streit zwischen NRW und anderen Bundesländern an: Hochwasser, das dort eben nur hoch ist, wird flussabwärts durch zusätzlichen Regen zu hoch, und platsch: In Köln schwappt der Rhein über. Wenn die Länder rheinaufwärts ihre Schleusen im Notfall nicht frühzeitig öffnen.

Flussbegradigungen, um der Binnenschifffahrt die zeitraubenden Flussbögen zu ersparen; Flussbettbefestigungen, um die Ufer zu verstärken; dazu starke Niederschläge oder Schneeschmelze - und zack: Das Hochwasser ist da, und die Flüsse zeigen, dass sie nicht zu regulieren sind.

Die Landschaft ist verbaut, es fehlen natürliche Überlaufgebiete, in denen das Wasser keinen Schaden anrichten kann. Staumauern schützen die Städte nur bis zu einer bestimmten Höhe. Künstliche Überlaufbecken haben die Bundesländer zwar gebaut, öffnen sie aber erst im äußersten Notfall - fürs eigene Land!

Dirk Bitzer

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