1974
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Pina Bausch

Pina Bausch
Quelle: dpa

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Themen

Kultur

Was Menschen bewegt

"Nicht wie Menschen sich bewegen, sondern was sie bewegt", ist der Inhalt ihrer Stücke. Oft kreuzen sich die Linien der Tänzerinnen und Tänzer beim Betreten und Verlassen der Bühne, ein Sinnbild menschlicher Beziehungen im Alltag.

Pina Bausch übernimmt keine überkommenen Formen. Tanz ist für sie ästhetisches Körperbewusstsein, das sich entfaltet, sind Bewegungen, die in freien Choreographien Themen, Melodien und Leitmotive der Musik optisch widerspiegeln.

1974 debütiert sie mit der Etüde "Fritz", zwei Jahre später etabliert Pina Bausch ihren Stil in "Brecht-Weill". Zu den neuen tänzerischen Formen tritt die Sprache: Sprechfugen ergänzen Tanzszenen, Sprecharien ersetzen tänzerische Solonummern.

bulletGeschlechterkampf, die Ausbeutung des Menschen - besonders der Frauen - sind die Themen, die Pina Bausch sinnlich fassbar inszeniert.

Bis in die achtziger Jahre geschmäht von konservativen Kritikern, die ihre Aufführungen vorzeitig verlassen, hat ihr Schaffen heute maßgeblichen Einfluss auf die Welt des Tanzes.

Dirk Bitzer

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