1972
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Heinrich Böll erhält am 18.12.1972 in Stockholm den Literaturnobelpreis

Heinrich Böll erhält am 18.12.1972 in Stockholm den Literaturnobelpreis
Quelle: dpa

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Kultur

Dichterehrung

Kölner ist er, aber Köln ist nicht seine Lieblingsstadt. Das haben die Stadtväter ihm zu Lebzeiten nie verziehen. Weltweit wird Heinrich Böll geehrt, als er am 19.10.1972 den Literatur-Nobelpreis für seinen "zeitgeschichtlichen Weitblick in Verbindung mit ... sensiblem Einfühlungsvermögen" erhält.

Heinrich Böll (*21.12.17 in Köln, †16.7.85 in Kreuzau-Wieden)

"Billard um halb zehn", "Ansichten eines Clowns", "Die verlorene Ehre der Katharina Blum": Gefühlvoll erzählt Böll seine Geschichten, offenbart in den Reaktionen seiner Figuren die menschliche Seite gesellschaftlicher und politischer Prozesse.

Böll wird in einem katholischen Elternhaus groß, sein Vater ist Bildhauer und Schreiner. Sein bulletAntimilitarismus, seine Ablehnung des Nationalsozialismus, seine Auseinandersetzung mit dem Katholizismus haben hier ihre Wurzeln.

Schriftstellerisch aktiv wird Böll nach dem Krieg, veröffentlicht nach einem Germanistikstudium Kurzgeschichten und Hörspiele.

Auch politisch engagiert er sich, plädiert in den siebziger Jahren für einen entspannteren Umgang mit der bulletRAF beim "Krieg der 6 gegen 60 Millionen". In den Achtzigern setzt er sich für ein rot-grünes Bündnis in Bonn ein.

Dirk Bitzer

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Heinrich Böll zur Bedeutung des ihm verliehenen Nobelpreises (1972)
Quelle: WDR


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