1969
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Apollo 11: Buzz Aldrin und die US-Flagge auf dem Mond

Apollo 11: Buzz Aldrin und die US-Flagge auf dem Mond
Quelle: NASA

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Mann auf den Mond!

Apollo 11 ist gelandet! "The eagle has landed" - am 21. Juli 1969 betritt der erste Mensch den Mond. Weltweit schauen über 33 Millionen Menschen der Fernseh-Live-Übertragung zu.

Vor laufenden Fernsehkameras macht der Amerikaner Neil Armstrong den berühmten ersten Schritt auf dem Mond - für Amerika und die gesamte Menschheit.

Der Mond ist in die Küchen und Wohnzimmer gekommen. "Einige glaubten das Ganze sei gespielt, sei inszeniert irgendwo in der Wüste von Nevada," erinnert sich der Leiter der ARD Apollo-Sondersendung Günter Siefarth.

"Durch dieses Ereignis verschwammen die Grenzen zwischen Fiktion und Wirklichkeit. Aber das Fernsehen war der Beleg dafür, dass dieses Ereignis statt fand ... Der Mensch hatte die Erde verlassen und einen anderen Planeten betreten ... das war das beachtlichste Ereignis der Menschheitsgeschichte ... und die TV-Live-Übertragung demonstriert die Überlegenheit der amerikanischen Technik und des politischen Systems." Die irdische Grenzüberschreitung als Fernseh-Live-Übertragung!

"Fly me to the moon." Die Gegenwart wird fiktiv. Die Zeit hört auf, der Raum schwindet dahin.

"Snapshots from the moon. Live on TV."
Die Mondlandung lässt die Profite der Elektroindustrie schwunghaft ansteigen. Nach dem Ereignis zählt man 15 Millionen Fernsehgeräte in Westdeutschland.

"Das Ereignis steht für einen bulletParadigmenwechsel in der Techno-Kultur und in der gesamten Medienwahrnehmung", sagt der Medientheoretiker Siegfried Zielinski. Mond und Medien gehören zusammen. Den Mond als Projektionsfläche für Sehnsüchte und Wünsche nutzen auch Kennedy und Chruschtschow in ihrer Politik. bulletWettlauf im All - Space Race!

Ulrike Filgers

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