1964
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Armando Rodrigues de Sá, der einmillionste "Gastarbeiter"

Armando Rodrigues de Sá, der einmillionste "Gastarbeiter"
Quelle: dpa

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Wirtschaft

Der einmillionste Gastarbeiter

Auf dem Köln-Deutzer Bahnhof gibt's zur Begrüßung ein Moped und einen Strauß Blumen, so sehr freut sich Deutschland am 10.9.1964 über Armando Rodrigues de Sá aus Portugal.

bulletZuwanderung von "Gastarbeitern" gilt als Symbol für wirtschaftlichen Aufschwung und Stärke. Die Wirtschaft wächst, Arbeitskräfte sind knapp: 1955 schließt die Bundesrepublik das erste bilaterale Abkommen über die Anwerbung von Arbeitskräften mit Italien.

Es folgen weitere Mittelmeerstaaten wie 1961 die Türkei. Die ausländischen Arbeiter werden meist im verarbeitenden Gewerbe eingesetzt, nur wenige im Bergbau.

14 Millionen Menschen sind es insgesamt, nach einigen Jahren sollen sie wieder in ihre Heimat zurückkehren. Ein Trugschluss: Bis in die siebziger Jahre kehren zwar über 80% der ausländischen Arbeitskräfte heim, die anderen aber bleiben.

Überdurchschnittlich viele davon sind Türken, die oft auch ihre Familien nachholen und in Deutschland eine neue Heimat finden: Ausländische Restaurants, Geschäfte und Kollegen werden Alltag.

Dirk Bitzer

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