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Medien
Traumtexte, Ohrenzeugenberichte, Schallmontagen
WDR wird zum Hörspiel-Mäzen.
Die Fünfziger sind die Blütezeit des Hörspiels in Deutschland. Nach der Trennung der Sendeanstalten NDR und WDR am 1. Januar 1956 gewinnt das Kölner WDR-Studio an Bedeutung für NRW-Autoren.
Die Auswahl für die Hörerinnen und Hörer ist groß: Kammertheater, surreale Traumtexte, Features, Heimkehrer-Dramen, Krimis. Als Hörspielproduzenten betätigen sich
Heinrich Böll, Rolf Schroers,
Dieter Wellershoff, Dieter Kühn, später auch Gisbert Haefs und Erasmus Schöfer. Der WDR kauft Hörspiele ein und regt Neuproduktionen an.
In den sechziger Jahren debütiert das "Neue Hörspiel": Das akustische Material selbst wird zum Thema des Hörspiels. Hier interessiert, wie man mit jeglichem akustischem Material "Schallspiele" erzeugen kann - Originaltöne, Geräusch-Collagen, experimentelle Wort-Musik-Verbindungen.
Landeszentrale nach Texten von Gerd Herholz