2001
< Jahr zurück  |  Jahr vor >
Maul- und Klauenseuche

Maul- und Klauenseuche
Quelle: dpa

Klicken für Großansicht


Themen

Umwelt & Ernährung

Schafe zu verbrennen ...

... ist in Großbritannien die letzte Möglichkeit, um die Maul- und Klauenseuche (MKS) einzudämmen. Auch in NRW droht die Seuche.

Die Seuche kennt keine Grenzen. Im Februar springt das hochinfektiöse Virus von der Insel auf die Niederlande und damit auf den ganzen Kontinent über.

In NRW werden die Grenzkontrollen verschärft, Autos desinfiziert und stichprobenartig untersucht. Viehtransporte werden rigoros unterbunden, bereits importierte Tiere unter Beobachtung gestellt.

Für Menschen ist das Virus zwar harmlos, doch den Bauern drohen nach der BSE-Krise weitere riesige Verluste durch MKS. Als letztes Mittel steht das "Keulen" betroffener Herden und das Verbrennen der Kadaver auf der Tagesordnung. Das Fernsehen zeigt wochenlang Bilder brennender Scheiterhaufen aus Tierkörpern am Rande englischer Dörfer.

Derweil tobt der politische Streit über Sinn und Unsinn einer Impfung. Befürworterinnen wie NRW- Umweltministerin Bärbel Höhn erhoffen sich dadurch mehr Schutz vor MKS, Gegnerinnen wie Bundesverbraucherministerin Renate Künast lehnen sie ab.

Die Gründe: Der Impfstoff wirkt erst nach vier Tagen und das Fleisch geimpfter Tiere lässt sich nicht mehr ohne weiteres verkaufen. So argumentiert auch die EU.

Erst Ende Mai nehmen die Seuchenfälle allmählich wieder ab.

Dirk Bitzer

Artikel merken