1996
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Neuer Zollhof in Düsseldorf

Neuer Zollhof in Düsseldorf
Quelle: dpa

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Medien

Schräge Türme am Medienhafen

Für Freitag, den 13. September 1996, ist der erste Spatenstich geplant - und niemand hat Bedenken.

Schon vor Baubeginn ist der extravagante "Neue Zollhof" am Medienhafen Düsseldorf fast komplett vermietet.

Eine Architektur von hoher Qualität, vermelden die Kritiker. Sie loben die Anlage des Medienhafens Düsseldorf allgemein.

Ziel des Rheinhafen-Umbaus ist die Schaffung eines neuen Medienstandorts. In einem extravaganten Ambiente des amerikanischen Stararchitekten Frank O. Gehry sollen sich Künstler, Werbetreibende, Filmemacher, Multimedia-Agenturen und Designer ansiedeln.

Und das möglichst schnell - schließlich haben die Kölner Konkurrenten bulletetwas ähnliches vor. Anfang der Neunziger werden die ersten Gebäude auf dem insgesamt 1,9 Millionen Quadratmeter großen Hafengelände um- und neugebaut.

In der Nähe von Fernsehturm und Stadttor, dem Sitz des NRW-Ministerpräsidenten, arbeiten heute zahlreiche Unternehmen der Medien- und Kulturwirtschaft. Auch das Landesstudio des WDR, die Filmstiftung NRW, das Europäische Medieninstitut und ISIS, der lokale Kabelnetzbetreiber, docken im Medienhafen an.

Doch nicht alle Ansiedlungen laufen glatt: dem Kindersender "Nickelodeon" und dem "Wetterkanal" gehen bald die Puste aus. Ihre Nachfolger im Hafen: Der Teleshopping-Kanal QVC, und Giga-TV, der Sender fürs etwas größere Kind ...

Wolfgang Hippe

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