1980
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Kultur

Filmkultur selbstbestimmt!

76 Filmemacher und -macherinnen gründen am 12. Mai 1980 ein eigenes Filmbüro in NRW.

"Phantasie lässt sich nicht verwalten. Die betroffenen Filmemacher müssen in eigener Verantwortung über die Vergabe von Mitteln entscheiden ... Unabhängige Filmarbeit kann nicht mehr wie bisher von Gremien, Anstalten und Interessensgruppen fremdbestimmt werden",
heißt es in der Gründungserklärung des Filmbüros NW e.V.

Über die Grenzen der verschiedenen Filmsparten hinweg - Experimental-, Dokumentar- und Spielfilm - sehen die NRW-Filmemacher und -macherinnen im "Filmbüro" eine gemeinsame Vertretung, um die unabhängige kulturelle Filmarbeit im Land zu fördern.

Geplant ist auch ein NW-Filmpreis und die Einrichtung von regionalen Filmwerkstätten.
Das "Filmbüro" realisiert somit Ministerpräsident Raus Erklärung auf den Oberhausener Kurzfilmtagen, "NRW an die Spitze der kulturellen Filmförderung der BRD zu bringen".

Mit einem Jahresbudget von rund drei Millionen Mark unterstützt das Filmbüro in bulletMülheim Produktion, Vertrieb und Abspiel von Filmen. Dem ersten Vorstand gehören u.a. Michael Braun, Christoph Hübner, Rolf Neddermann, Werner Nekes und Dorothea Neukirchen an. Rosemarie Schatter übernimmt die Geschäftsführung, Marianne Traub später das Büro.

Ulrike Filgers

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