1980
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Lew Kopelew (Aufnahme von 1997)

Lew Kopelew (Aufnahme von 1997)
Quelle: dpa

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Kultur

Kopelew trifft Böll

Im November 1980 besucht der russische Schriftsteller Lew Kopelew den deutschen Autor Heinrich Böll, zwei Monate später ist Deutschland seine Heimat.

"Verbietet die Verbote" ist einer der Buchtitel, mit dem Kopelew bei der Staatspartei KPdSU in Ungnade fällt. Bereits zuvor wird sein Engagement für dissidente Schriftsteller, die sich für Menschen- und Bürgerrechte in der Sowjetunion einsetzen, negativ vermerkt.

Dass es Kopelew gerade zu bulletHeinrich Böll zieht, liegt wohl daran, dass Böll einer der meistgelesenen deutschen Autoren in der UdSSR ist und bereits 1974 den russischen Autoren Solschenizyn vorübergehend in seinem Haus aufnahm.

Solschenizyn, dessen bekanntestes Werk "Archipel Gulag" den Zustand russischer Gefängnislager beschreibt, wird ebenso wie Kopelew nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Systems 1990 in seiner Heimat rehabilitiert.

Dirk Bitzer

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