1980
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Strukturwandel im Ruhrgebiet

Strukturwandel im Ruhrgebiet
Quelle: Ulrike Filgers

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Kultur

Kohlepfennig soll Arbeitsplätze retten!

Einen "Jahrhundertvertrag" unterzeichnen am 23. April 1980 bulletVertreter des Deutschen Steinkohlenbergbaus und der Vereinigung Deutscher Elektrizitätswerke.

Die Stromerzeuger verpflichten sich in dem Vertrag, bis 1995 teure deutsche statt billiger Importkohle in ihren Kraftwerken zu verwenden. Die Mehrkosten für deutsche Kohle soll der "Kohlepfennig" ausgleichen, den die Stromunternehmen ihren Kunden zusätzlich auf die Rechnung schreiben.

Diese Subvention soll 100.000 Arbeitsplätze im Bergbau retten. Und angeblich für die Kunden immer noch billiger sein, als mit höheren Steuern die steigende Arbeitslosigkeit und Umstrukturierung zu zahlen. Das findet auch das Bundesverfassungsgericht, meint aber, dass nicht nur Stromkunden, sondern alle Bürger die Subventionen tragen sollten.

Der Kohlepfennig wird daher im Jahr 1986 wieder abgeschafft, das Jahrhundertwerk ist gescheitert.

Dirk Bitzer

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