Hintergrund
Johannes Rau

Johannes Rau
Quelle: Landespresse- und Informationsamt NRW

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Biografie Johannes Rau

Johannes Rau (*1931, †2006)

Noch bulletein Landesvater! DER Landesvater. "Versöhnen statt spalten" ist sein Motto, er ist die Integrationsfigur im Lande. Dreimal holt er die absolute Mehrheit für die SPD, gibt nach fast zwanzig Regierungsjahren als einziger Ministerpräsident sein Amt freiwillig ab.

Seine politische Karriere beginnt der Sohn eines Evangelisten und Predigers in Gustav Heinemanns bulletGVP: Wiederbewaffnung? Nein, danke. 1957 wechselt er in die SPD, zieht ein Jahr darauf auch gleich in den Landtag ein, übernimmt später den Fraktionsvorsitz.

Als Wissenschaftsminister unter bulletHeinz Kühn regt er eine Reihe von Hochschulgründungen an.

Nachdem er sich im Kampf um Kühns Nachfolge als Ministerpräsident durchsetzt, folgt die bulletÄra der absoluten Mehrheiten in den achtziger Jahren. Mit Mäusewahlkämpfen: "Spitzschnäuzig und mit großen Ohren" nimmt er die Sorgen der Menschen im Land an.

Probleme wie bulletStahl- und Kohlekrise, Schuldenberg und Umweltzerstörung können seinen Ruf nicht beschädigen, auch persönlicher Ehrgeiz nicht: Rau kandidiert für das Amt des Bundeskanzlers und des Bundespräsidenten und scheitert je einmal. Doch im Land nehmen ihn die Menschen stets wieder an: Vati kehrt heim.

1995 ist es soweit: Der Landesvater verliert die absolute Mehrheit und kann die Regierung nur durch eine bulletKoalition mit den GRÜNEN bilden. Rau tut sich schwer, gibt schließlich 1998 sein Amt an Wolfgang Clement ab. Und erhält bald ein neues: 1999 wird er doch noch Bundespräsident, und bleibt es bis 2004.

Nach dem Ausscheiden aus dem Amt muss er sich zwei Operationen unterziehen, von denen er sich nicht mehr richtig erholen kann. Er stirbt am 27. Januar 2006.

Dirk Bitzer

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