2010
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Der Bochumer "Platz des europäischen Versprechens", 2015

Der Bochumer "Platz des europäischen Versprechens", 2015
Quelle: pa

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Politik

Hauptstadt Ruhrgebiet

In Essen, stellvertretend für das gesamte Ruhrgebiet „Kulturhauptstadt Europas“, eröffnet im Januar 2010 das Ruhr Museum in der Zeche Zollverein. Nur eines von vielen Projekten, mit denen die gesamte Region sich nachhaltig präsentieren will.

Preisgünstig geht das mit der langen Futter-Tafel bullet"Still-Leben Ruhrschnellweg" auf der extra dafür gesperrten B1 - bzw. A40. Teurer sind Projekte wie das restaurierte ehemalige Gärhaus der Dortmunder Union-Brauerei, gekrönt mit dem typischen bullet„U“.

Kritiker bemängeln, dass viele Ruhrgebietskommunen kein Geld haben, weil sie unter Haushaltsvorbehalt stehen. Heißt: Der Stadtkämmerer bestimmt, was die Städte anschaffen dürfen. Ob in solchen Zeiten Geld für kulturelle Extrawürste da sei, fragen viele. Dass eine Hauptstadt aber mit Schulden leben können muss, sagen andere - mit Blick auf Berlin.

Eines der Kulturhauptstadt-Projekte, die aus Geldmangel zunächst zu scheitern drohen, ist der "Platz des europäischen Versprechens": ein Parkplatz in Bochum zwischen Stahlwerk und Brauerei, der eine neue Bedeutung erhalten soll. Kern des Kunstprojekts: 14.726 europäische Bürgerinnen und Bürger geben ein Versprechen ab - diese bleiben geheim, ihre Namen aber sollen auf 63 Basaltplatten eingraviert werden, die den Platz füllen.

Die unsichtbaren europäischen Versprechen können aber aufgrund der Haushaltslage und vieler weiterer Verzögerungen erst ab dem 11. Dezember 2015 ihren Zauber verbreiten. Das letzte Kulturhauptstadt-Projekt ist mit der feierlichen Eröffnung des Platzes dann endlich abgeschlossen.

Dirk Bitzer

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