2008
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Gamer/eSportler auf den World Cyber Games 2008 in Köln

Gamer/eSportler auf den World Cyber Games 2008 in Köln
Quelle: Philipp Sanke

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Sport

Sport oder nicht Sport, das ist hier die Frage

In Köln trifft sich am 27. Mai 2008 zum fünften Mal die deutsche eSport-Branche mit internationalen Gästen.

Die Teilnehmer der 5. International eSports Conference kommen aus 15 Ländern, dabei sind rund 60 Unternehmen, Teams, Vereine, Institutionen und Organisationen vertreten.

Ein Ergebnis der Diskussionen: Noch in diesem Jahr soll in Seoul (Südkorea) ein Weltverband gegründet werden, an dem sich europäische Verbände und Unternehmen maßgeblich beteiligen sollen.

Das ist auch ein Stück Entwicklungshilfe, denn während in Asien eSport ein Massenphänomen ist, hinken die Zahlen in Deutschland und Europa dieser Entwicklung hinterher.

Auf der Konferenz werden vor allem vier Gründe für diesen Trend genannt: Die Breitbandverkabelung liegt in Ländern wie Korea bei 90 Prozent, in Europa nur bei 56. Und in Europa dominieren die klassischen Sportevents wie Fußball, Tennis oder Golf die Medien.

Gegenüber eGames gibt es weitverbreitete Vorurteile, so etwa gegen Killerspiele. Und: Es gibt im eSport keine international gültigen Regeln. Vor allem aber wird kritisiert, dass eSport noch nicht als Sport wahrgenommen oder gar anerkannt wird.

Tobias Kollmann, einer der Referenten der Konferenz und Professor für BWL und Wirtschaftsinformatik an der Universität Duisburg-Essen, sieht den eSport nicht weit vom regulären Sport entfernt: "Wichtig ist, dass Organisationen wie der Deutsche eSport-Bund weiter wachsen, eine Lobby sowohl für Hobby- als auch Profispieler entsteht und die eSportszene von Politik und Medien in ihrem Wachstum unterstützt wird."

Köln selber bietet ein halbes Jahr nach der Konferenz der eSport-Szene ein großes Forum: die bulletWorld Cyber Games bringen im November 2008 über 800 eSportler aus 78 Ländern in die Deutzer Messehallen.

Wolfgang Hippe

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