2007
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Kultur

Hier spielt die Musik

Der Rat der Stadt Bochum beschließt im März 2007 den Bau eines städtischen Konzerthauses.

Dortmund hat eines, ebenso Essen und Köln. Da darf Bochum nicht fehlen! Auch hier soll ein Konzerthaus gebaut werden, beschließt deshalb der Bochumer Stadtrat.

Die Stadt will sich mit maximal 15 Millionen Euro an den geschätzten Baukosten von 29,4 Millionen Euro beteiligen, der Rest soll anderweitig aufgebracht werden.

Durch eine Spendenkampagne will der Freundeskreis Bochumer Symphoniker bei Bochumer Bürgern zwei Millionen Euro einsammeln, fünf Millionen steuert der Lotto-Unternehmer Norman Faber bei - und bulletHerbert Grönemeyer will mit einem Benefizkonzert eine weitere Million einspielen.

Im Rat der Stadt kommt es in Sachen Finanzierung allerdings zum Streit. Gegen die Stimmen der Grünen legt eine Mehrheit von SPD und CDU fest: Die städtischen Stadtwerke und die Stadtsparkasse sollen insgesamt zwei Millionen Euro zur Schließung der Finanzierungslücke beitragen.

Eröffnet werden soll das Konzerthaus im Kulturhauptstadtjahr 2010.

Doch daraus wird nichts. Die Bezirksregierung Arnsberg verbietet Bochum genau in diesem Jahr, Eigenmittel für das Projekt aufzubringen - da sich die Stadt im Nothaushalt befindet.

Bochum reagiert, ändert zunächst das Konzept: Aus dem Konzerthaus soll jetzt ein Musikzentrum werden - mit einem Musikschulsaal. Dafür winken Fördergelder von EU und Land.

2013 kann der Bau endlich beginnen. Nach weiteren Verzögerungen ist die Eröffnung des "Anneliese-Brost-Musikforums" nun - Stand Juni 2016 - für den Herbst 2016 geplant.

Wolfgang Hippe

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