2008
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Berliner Geschäftsstelle einer der Nachfolgeorganisationen der ursprünglichen "Grauen Panther"

Berliner Geschäftsstelle einer der Nachfolgeorganisationen der ursprünglichen "Grauen Panther"
Quelle: dpa

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Politik

Graue Panther geben auf

Auf einem Sonderparteitag am 1. März 2008 wird die Auflösung beschlossen.

Gegründet wird die Partei 1989 von der Essenerin Trude Unruh, damals parteilose Bundestagsabgeordnete in der Grünen-Fraktion.

Mit dem Wahlspruch "Poppen für 'ne sichere Rente" erzielen die GRAUEN 2006 in Berlin mit 3,8 Prozent das beste Ergebnis ihrer Geschichte bei einer Landtagswahl.

Nur ein Jahr später geraten die Panther in eine Spendenaffäre, 8,5 Millionen Euro fordert der Bundestag zurück. Mit gefälschten Spendenquittungen habe die Partei Geld aus der staatlichen Parteienfinanzierung erschlichen.

Auf dem Sonderparteitag am 1. März 2008 fasst die Partei wegen Zahlungsunfähigkeit einen Auflösungsbeschluss, der mit einer Urabstimmung am 17. März bestätigt wird.

Noch im selben Monat gründen sich gleich zwei Nachfolgeorganisationen: zunächst "Die Grauen - Generationspartei" um den Ex-Vorsitzenden Norbert Roeder, wenige Tage später in Fulda die "Allianz Graue Panther", hinter der auch Trude Unruh steht. Im September 2010 kommt mit der Partei "Graue Panther Deutschland" noch eine weitere Nachfolgepartei dazu.

Bis zum Jahr 2013 sind alle drei Nachfolger zu einer Partei fusioniert, die sich wieder schlicht "Graue Panther" nennt, aber nicht mehr an die Wahlerfolge der ersten Partei dieses Namens anknüpfen kann.

Sabine Stadtmueller

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