2007
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Carolin Kebekus

Carolin Kebekus
Quelle: pa

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Kultur

Komik-Gold für kein It-Girl!

Carolin Kebekus räumt ab.

"Guck mal: Paris Hilton! Was ist mit dem Ding los? Was macht die denn? Latscht über rote Teppiche und zeigt jedem, der's eventuell noch nicht gesehen haben könnte" - der muntere Redefluss von Carolin Kebekus sei hier kurz unterbrochen und so zusammengefasst: Paris Hilton gewährt öffentliche Einblicke in ihren Intimbereich. Weiter im Bühnensolo der herzerfrischenden Kölner Komödiantin:

"Aber das scheint irgendwie Spaß zu machen, denn sonst würden ja die ganzen anderen 'It-Girls' bei der Genitalparade nicht mitmachen. Warte mal: Was ist das eigentlich, ein It-Girl? Und wieso, zur Hölle, kenn ich so'n Begriff? Wieso ist mein Gehirn eigentlich mit so 'nem Dreck verpestet?"

Aber aus Dreck wie diesem macht Carolin Kebekus Gold. Seit 2007 wird sie wie eine Goldmarie reichlich überschüttet mit Preisen und Auszeichnungen.

Es beginnt am 23. Oktober 2007 mit dem Deutschen Comedypreis für ihre Mitwirkung in der Fernsehserie "Kinder, Kinder". Ein paar Wochen danach am 1. Dezember erhält sie den Ruhrgebiets-Kleinkunstpreis "Tegtmeiers Erben", kurz darauf ist sie nominiert für den Adolf-Grimme-Preis 2008 und wenige Monate später gewinnt sie die bedeutende Kabarett-Auszeichnung bullet"Prix Pantheon".

Als Stand-Upperin erzählt die 1980 geborene Carolin Kebekus gern vom Leben im sozialen Brennpunkt Köln-Ostheim, wo sie zur Schule ging und wo - in ihren Worten - "brennende Pitbulls aus dem Fenster fliegen und die Kinder nur Namen bekommen, die man auch gut schreien kann".

Walter Muffler

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