2008
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Modell für das neue Ruhrmuseum

Modell für das neue Ruhrmuseum
Quelle: dpa

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Kultur

Prolog im künftigen Ruhr Museum

Der Essener Domschatz funkelt ab 20. Oktober 2008 in den Vitrinen der ehemaligen Kohlenwäsche auf Zeche Zollverein und weist voraus auf die Eröffnung des Ruhr Museums im Herbst 2009.

Nach der Ausstellung "Alle Bilder sind schon da" Anfang 2008 adelt dieses "Gastspiel" der 1.000-jährigen Bibelhandschriften, Monstranzen und Kandelaber die einstige Kathedrale der Arbeit, die nun selbst Museum wird.

Die Architekten Rem Koolhaas und Heinrich Böll verantworten den lange Zeit umstrittenen Umbau des größten Gebäudes auf der Zeche Zollverein.

Sie haben den Bau von oben nach unten - analog dem ursprünglichen Produktionsfluss - erschlossen. Eine Außen-Rolltreppe befördert Besucher auf eine Höhe von 24 Metern, von wo sie die Dauerausstellung Stockwerk um Stockwerk nach unten besichtigen.

Im Bereich darüber wurde der einstige Maschinenbestand zum Teil erhalten. Eine Plattform vermittelt einen spektakulären Rundblick übers Ruhrgebiet.

Seit dem 1. Januar 2008 existiert das RuhrMuseum als unselbstständige Stiftung innerhalb der Stiftung Zollverein in der Trägerschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, des Landschaftsverbandes Rheinland und der Stadt Essen.

Als Regionalmuseum neuen Typs zeigt es künftig die gesamte Natur- und Kulturgeschichte des Ruhrgebietes, versteht sich indes nicht als klassisches Industriemuseum, sondern als Gedächtnis und Schaufenster der neuen Metropole Ruhr.

Irmgard Bernrieder

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