2008
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Müllverbrennung in Köln

Müllverbrennung in Köln
Quelle: Ulrike Scharfenberger

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Themen

Umwelt & Ernährung

Stinken und Strahlen

Schmutzige Geschäfte macht in Italien nicht nur die Mafia, weiß man seit August in NRW ...

Er riecht auf den Straßen von Neapel, und er riecht auch auf dem Bahnhof in Köln, wohin er im August 2008 gebracht wird: Müll aus Neapel, der sich dort auf den Straßen stapelt - eine Müllkrise, die die Italiener nicht mehr selber in den Griff bekommen.

Hier, in NRW, kommt diese Krise gerade recht. Die Müllverbrennungsanlagen des Landes sind viel zu groß geplant, daher immer gesucht: Abfälle zum Verbrennen.

Schon längst ist Müll zum internationalen Handelsgut geworden. Zwei Millionen Tonnen wurden allein 2006 nach NRW importiert, davon über 48.000 Tonnen aus Italien.

Doch obwohl es sich nur um Müll handelt, müssen deutsche Behörden scharf kontrollieren, ob es sich tatsächlich nur um normale Abfälle wie Hausmüll handelt, oder ob heimlich gefährliche Stoffe untergemischt werden, deren Entsorgung sehr teuer ist.

Tatsächlich werden die Behörden in Köln fündig: In einem Zug aus Italien entdecken sie einen Waggon, in dem schwach radioaktiver Müll zum Verbrennen nach Deutschland geschickt wurde!

Kein sauberes Geschäftsverhalten der italienischen Partner - der strahlende Müll geht auf die Rückreise nach Italien.

Dirk Bitzer

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