2008
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Themen

Umwelt & Ernährung

Umweltzone = Problemzone?

Staub macht inzwischen auch außer Haus Probleme. Besonders feiner ...

Sie startet in Köln am 1. Januar 2008, andere Städte in NRW ziehen nach: die Umweltzone. In bestimmten Gebieten der Stadt dürfen Fahrzeuge nicht mehr fahren, die zu viel Feinstaub ausstoßen.

Feinstaub verursacht Atemwegserkrankungen, die Autos werden nun in vier Schadstoffklassen eingeteilt.

In dreien davon gibt es eine farbige Plakette für die Windschutzscheibe: rot, gelb oder grün, je nach Schadstoffausstoß. Für die vierte gibt es gar keine Plakette. Autos "ohne" dürfen in Umweltzonen generell nicht mehr unterwegs sein.

Für die Autos "mit" gilt: Am Rand einer Umweltzone zeigen Schilder, welche Plakette ein Auto haben muss, um in den jeweiligen Bezirk zu fahren.

Bei Verstößen drohen Bußgeld und Punkte in Flensburg, Ausnahmen gibt es unter anderem für Polizei-, Feuerwehr- und Krankenfahrzeuge.

Gegner der Umweltzonen argumentieren, dass durch die Zonen die Feinstaubbelastung sogar steige, weil viele Autofahrer gezwungen sind, die Zonen weiträumig zu umfahren. Befürworter setzen auf eine Nachrüstung der Autos mit umweltverträglicher Technologie.

Pläne, das dicht besiedelte Ruhrgebiet zu einer großen Umweltzone zu erklären, scheitern auch am Image. Zwar misst man hier auch die deutlichsten Überschreitungen der zulässigen Feinstaubmenge in der Luft. Die Ausweisung einer regionalen "Problemzone" würde dies aber noch betonen ...

Dirk Bitzer

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