2006
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Kulturhauptstadt Europa 2010

Kulturhauptstadt Europa 2010
Quelle: dpa

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Kultur

Kunst statt Kohle

"Jetzt muss Essen auch gewinnen", finden Marianne und Heinz Schreiber nach der Nominierung. "Wenn nicht, weinen wir."

Sollten in der Ruhrmetropole Tränen geflossen sein am Tag der Entscheidung, dann vor Freude. Jubel überall im Revier, als man in Brüssel am 11. April 2006 Essen und das Ruhrgebiet zur Kulturhauptstadt Europas im Jahr 2010 erwählt.

Hieß es im Kohlenpott in der Nachkriegszeit noch "Kunst für Kohle", das Gründungsmotto der Ruhrfestspiele, so bringt der Strukturwandel an Ruhr und Emscher ein halbes Jahrhundert später Kunst statt Kohle. Anstelle von Bergbau und Stahlverhüttung tritt eine reiche Kulturlandschaft, mit Highlights wie der Ruhrtriennale, den Folkwang-Einrichtungen und dem Weltkulturerbe Zollverein.

Zollverein in Essen ist auch Drehscheibe für die Besucher von "Ruhr.2010". Unter dieser Überschrift laufen Projekte wie

- "Die Zweite Stadt" - Öffnung der Stollen und Flöze unter der Erde für Besucher und Medienkunst,

- "TWINS2010" - Europäer aus über 150 Partnerstädten der 53 Ruhrgebietsstädte gestalten kulturelle Aktivitäten,

- "Land for Free - Pioneer Valley" - brachliegendes Ruhrland bietet Raum für die Verwirklichung individueller Lebensträume.

Sieht so aus, als hätte die Essener WAZ den Vogel abgeschossen, als sie nach der Entscheidung titelt: "Die Region bekommt Flügel".

Walter Muffler

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